Fussball: Dichtung und Wahrheit
Fussball: Dichtung und Wahrheit
u.a. Fortuna Seppenrade – Erste Mannschaft 4:1
Zu Beginn hier : Allem zum Trotz,
bedenk einen Satz aus Goethes Götz.
Walle walle manche Strecke
das zum Zwecke Meinung fließe
und mit reichem vollem Schwalle
sich in der Öffentlichkeit ergieße.
Die Stimmung sei nicht gut,
das hört man an jeder Ecke,
drum auf in die Bütt,
erklär es jedem Jecke.
Das man hat keine breite Brust
nach solch lausigen Spielen
und ein wenig schiebt man den Frust,
nach den verlorenen Mühen.
Drum wechsle das Reimschema
und erzähl die Geschicht.
In die Internas rein geh´n ´ma,
darum immer ein anderes Gesicht.
Die Vorbereitung gespielt ganz gut.
Ergebnisse okay, Selbstvertrauen, Mut.
Dann die ersten Spiele im Tableau.
Gute Leistung, gutes Niveau.
Sechs Punkte aus zwei Spielen,
da konnte man dem Team attestieren,
es könnte werden eine Klasse Saison
folgen bald die nächsten Punkte schon.
Das das Trainerteam warnte
und die Öffentlichkeit ermahnte.
Auf die Euphoriebremse drückte
dabei die wenigsten entzückte.
Das hat keiner mehr auf dem Radar
und will auch haben niemand war.
Das Konzept in diesem Vereine
wir setzen auf Olfener Beine
Wir bauen hier etwas auf
da steht „SuS Olfen“ drauf.
Spieler aus der Jugend nehmen wir,
zu Beginn der Saison ganze vier.
Ein Kader mit vierundzwanzig Akteuren
von denen zu Beginn alle schwören,
immer da zu sein, bei jedem Spiele
das ist der Plan, das ist das Ziele.
Zum dritten Spiel passierte dann ein Bruch,
Urlaub, Verletzungen, erstmal ein lockerer Spruch.
Der Kader ausgedünnt, viele Ausfälle.
Immer neue Aufstellungen auf die Schnelle.
Ohne Punkte gegen die TeEsGe
zwei Elfer gegen uns, das tat weh.
Und ne gelb-rote Karte, die musste nicht sein,
Fingerspitzengefühl hätte geführt zu nein.
Gegen Coesfeld 2 am Punkte verschenken
Leistung okay, nicht zum Köpfe senken.
Das Tor, das treffen Du schon must.
Dann beschwere dich nicht über den Frust.
Danach eine Offenbarung, Spiel in Osterwick.
Olfen ohne Mut und auch ohne Geschick.
Null zu Fünf Tore, heim in die Steverstadt,
Osterwicks gute Truppe, setzte uns Schachmatt.
Viel Applaus gab es im folgenden dann.
Kämpfen, kämpfen, jetzt war Südlohn dran.
Super Spiel, super Einsatz, die Daumen hoch,
„Schiedsrichter wie viel, wie lange noch?“
Man soll nicht über den Schiedrichter diskutieren.
Man sollte seine Entscheidungen akzeptieren.
Man sollte so den Amateurfußball unterstützen.
Das würde allen am meisten nützen.
Volles Lob, ganzes Lob, Lob von allen Seiten.
Nach dem Spiel: Betonung aller positiven Seiten.
Doch schon zu erkennen - ein Auf und Herunter
eine schwankende Kurve erzählt die Leitung munter.
Die Presse, die Medien erzählen, reportieren,
Liveübertragung und Ticker online inserieren.
Alle gucken, sehen im WorldWideWeb.
Die meisten Kommentare sind sehr nett.
Ins Rosendorf mit Fahrrad, das war das Ziel
von vielen Zusehern schon einiges viel.
Den Berg hinauf, die Bockholter Balwe
Man kennt sich, schätzt sich. Einfach: „Salve“.
Zum Derby, was nicht jeder so nennt.
Die Nachbarschaft keine weiten Wege trennt.
Unser SuS, spielen, antreten auf dem Berge,
Fortuna Seppenrade keiner der Liga-Zwerge.
Unsere Mannschaft war noch am verzagen,
da wollte es das Heimteam wagen.
Offensiv, wie man es gemeinhin kennt,
Seppenrade vor, SuS Olfen leider pennt.
Nach drei Minuten das erste Tor.
Olfen bringt keinen Spieler davor,
der Stürmer konnte einfach schießen
und Grün-Weiß die Stimmung vermießen.
Olfens Stürmer, es war schwierig, am versuchen
schon zwei Möglichkeiten zu verbuchen
Siäpro am Ende mit mehr Fortune
und belohnt für die betriebenen Mühn.
Nach zwei weiteren Toren für Schwarz und Gelb
haben die meinsten gedacht „Olfen, help“.
Doch in der Halbzeit, neu am justieren.
Viel, viel, mehr. endlich zu investieren.
Zu Beginn war das auch zu spüren
„SuS - auf geht´s“ bei allen Schwüren.
Ein erster Wechsel, ein Donnerhall,
Einwechselung Seypelt, Stürmer Pascal.
Gute Performance, das Spiel neu definiert,
Ball festmachend, Seitenwechsel. Kapiert.
Felix Scholz gab alles und traf das Tor.
Anschlusstreffer, aber alle verlangen more.
Der Pfiff des Schiedsrichter, alle „Nein“.
Das hätte das Tor, der Anschluss sein.
Auf Abseits wurde dann beschlossen,
dadurch ist die Torchance leicht entflossen.
Alles nach vor, die Abwehr entblößt,
jetzt find mal nen Reim der das begrüßt.
Die Heimmannschaft legte nach.
Vierter Treffer ins Olferner Gemach.
Seppenrade geht als Sieger aus der Partie,
im Grunde verdient, heute gewußt wie.
Der Malus liegt auf Olfener Seite
frustiert suchend, schnell das Weite.
Ohne Pommes geht’s den Berg hinunter.
Selbst ohne E-Bike fährt es sich munter.
Runterrollen, am Tiger und Berni vorbei
2Rad Seidel profitiert - Nächstes Jahr wieder dabei.
Fest gemauert un der Erden
Steht die Form aus Lehm gebrannt.
Heute muß die Glocke werden,
Frisch, Gesellen, seid zur Hand!
So heißt es zum nächsten Spiel,
in dem der SuS gewinnen will.
In der Glockenstadt Gescher spät,
Donnerstag 20 Uhr es los geht.
Schillig.
