Leichtathletik: Starker DM-Einstand für Elena Pohlmann mit zwei Bestleistungen

Ihre ersten Einzelstarts bei Deutschen Meisterschaften erlebte Elena Pohlmann am vergangenen Wochenende bei den Deutschen Jugendmeisterschaften der U16 im Lohrheidestadion – und wusste dabei mit zwei persönlichen Bestleistungen zu überzeugen.

 Am Samstagnachmittag stand zunächst der Halbfinallauf über 100 Meter auf dem Programm. Bei Temperaturen von über 30 Grad erwischte Pohlmann auf Bahn sechs einen guten Start, ehe ein Rückschuss aufgrund einer zuckenden Athletin das Rennen unterbrach. Nach kurzem Warten gab es für alle Athletinnen die Grüne Karte und es galt, im zweiten Startversuch die Nerven zu behalten. Erneut kam Pohlmann gut aus den Blöcken, diesmal jedoch etwas kontrollierter, um keinen Fehlstart zu riskieren. Während sie auf den ersten Metern noch leicht hinter dem Feld lag, zeigte sie auf der zweiten Rennhälfte ihre große Stärke und arbeitete sich mit kraftvollen Schritten bis auf Rang zwei hinter der Favoritin vor. Mit 12,45 Sekunden stellte sie dabei eine neue persönliche Bestzeit auf.

Anschließend begann das lange Warten auf den letzten Halbfinallauf, da die Finalqualifikation neben den Laufsiegern über die Zeiten entschieden wurde. Im fünften Lauf waren insgesamt fünf Athletinnen schneller als Pohlmann, sodass sie denkbar knapp auf Rang 17 zurückfiel und den Einzug in das B-Finale um lediglich eine Hundertstelsekunde verpasste. Dennoch stehen eine neue Bestleistung und ein Platz unter den 20 besten deutschen Sprinterinnen der Altersklasse zu Buche.

„Insbesondere am Ende kam Elena sehr stark in den Lauf, das hat man deutlich gesehen. Mit einer Bestleistung beim ersten Einzelstart bei einer Deutschen Meisterschaft kann man mehr als zufrieden sein. Natürlich hätte ich ihr das Finale sehr gegönnt“, sagte ihr Trainer Rik Amann.
Am Sonntag folgte der Halbfinallauf über 80 Meter Hürden – die erste Disziplin des Tages auf der blauen Bahn des Lohrheidestadions. Erneut ging Elena Pohlmann im zweiten Halbfinale an den Start und zeigte auch hier eine starke Leistung. Bei etwas verhaltenem Beginn über die ersten Hürden steigerte sie sich im Rennverlauf deutlich und lief in 12,15 Sekunden zur nächsten persönlichen Bestzeit. Damit platzierte sie sich zunächst aussichtsreich im Kampf um die Finalplätze.

Wie bereits am Vortag fiel die endgültige Entscheidung erst mit dem letzten Halbfinale. Erneut fehlte Pohlmann lediglich eine Hundertstelsekunde zum Einzug ins B-Finale. Mit ihrer neuen Bestleistung belegte sie am Ende Rang 18 in Deutschland und verbesserte sich damit im Vergleich zu ihrem Meldelistenplatz um beeindruckende 14 Positionen.

„Die zweite Bestleistung beim zweiten Start hat gezeigt, dass unsere Saisonplanung voll aufgegangen ist und das macht mich stolz. Zweimal das Finale um nur eine Hundertstelsekunde zu verpassen, ist natürlich bitter. Daran können wir aber nichts ändern, das hängt auch immer von der Tagesform der anderen Athletinnen ab. Wir sind mit den gezeigten Leistungen sehr zufrieden, und Elena hat sich bei ihren ersten Einzelstarts auf nationaler Bühne hervorragend präsentiert. Mehr kann man nicht erwarten“, resümierte Sprinttrainer Rik Amann.

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