Fussball: Erste Mannschaft verzweifelt an Gegner, Sonne und eigenem Abschluss – Niederlage in Ahaus

SV Eintracht Ahaus II -Erste Mannschaft 3:1
Pfingstmontag. Pfingstmontagfussball. Irgendwie hat der Heilige Geist die Herren beim FLVW noch nicht erreicht. Kein Anschluß unter dieser Nummer. Deswegen Spieltag. Da sind alle Aktiven begeistert an dem langen Wochenende kicken zu müssen.
So auch der SuS, so auch unsere Erste Mannschaft, eingeladen zur Begegnung in Ahaus. Gegner Eintracht Ahaus, die Westfalenliga-Reserve. Motiviert bis in die Haarspitzen traf sich unsere Mannschaft um 10 Uhr in der Montagsfrüh um die paar Meilen gen Ahaus abzureißen. Zum Glück kein Castor-Transport ins Atom-Zwischenlager der ehemaligen selbstständigen Kreisstadt unterwegs, so dass man nach knapp über einer Stunde das Ziel erreichte. Also zumindest den Parkplatz. Früher Anstoss, fast wie in der B-Jugend.
Here Comes The Sun. Da ist der Sonnentag ein Montag. „Sommer, Sonne, Sonnenschein, zieh ich mir furchbar gerne rein“, wussten schon die Fantastischen Vier aus Stuttgart. Die Fantastischen Elf aus Olfen gehen damit nicht d'accord, denn selbst mit Sonnencreme- Faktor 80 und zwei Calippo in der Hand war es hitzetechnich auf dem Rasenplatz der Eintracht kaum auszuhalten. Ein Fußballspiel bei über 30 Grad in der Mittagssonne versprach also zunächst nichts Gutes. Die Zuschauer am Rand wahlweise mit Früh-Kölsch oder Eis in den Händen.
Gutes hätte sich dennoch für unseren Spiel und Sport schon zu Beginn der Partie ergeben können. Geiles Dribbling von Moritz Heinze über den linken Flügel, Torwart ausgespielt, Pass in die Mitte auf den frei stehenden Stürmer, welcher aber das Leder nicht über die Torlinie befördern konnte. Nachdem die Zuschauer ihre Zunge vom Bussi-Schleck-Wassereis gelöst hatten, war ein deutliches Raunen im Stadion zu erkennen. Die Pille liegt irgendwo neben dem von Uli Hoeneß im Europameisterschaftsfinale 1976 in die Unentlichkeit gedroschenen Ball. Die Flugkurve der Entität „Rundes Leder“ wäre nur von Albert Einstein bestimmbar indem er die Formeln zur Raum-Zeit-Krümmung anwendet. Naja. Et hätt nich solle sein.
Leider kurz danach legten die Gastgeber ihren A-House-Mix auf und erzielten unhaltbar für SuS-Keeper Jan Stember ihre Führung (6.).
Nun wieder Olfen agil. Klasse Aktion. Foulspiel im Strafraum. Ein Pfiff. Ein Handzeichen Richtung Strafstoßpunkt. Elfmeter für die Elf Freunde aus unserer Steverstadt. Klare Sache.
Ball hinlegen. Tippeln. Anvisieren. Anlaufen. Schießen. So der Olfener Schütze. Tippeln. Anvisieren. Springen. Halten. So der Torwart der Eintracht. Kein Flutschfinger. Kein Tor für unsere Farben. Nächste gute Einschussmöglichkeit nicht genutzt.
Dann gute Aktion von Niklas Mählmann, weiter Pass auf Nico Marin, der sich wohl dachte: „Als Diskjockey-Plattenaufleger kann ich auch House.“ Auch in your House. Den Ball am Torwart vorbei gelegt. Den Ball ins Netz geschoben. Schön mariniert (45.). Walking on Sunshine.
Unentschieden zum Pauseneis. Durchschwitzen und -atmen beim Publikum. Sonnenbrand am Spielfeldrand. Nicht nur bei Ben&Jerry. Ozon- und Atomwerte an der Grenze. Limes gegen unendlich Noggar Choc.
Im zweiten Durchgang beide Mannschaften entsprechend dem Wetter aktiv. Kein Heavy-Metal-Fussball à la Jürgen Klopp möglich, aber dennoch beide Mannschaften engagiert. Ihre weißen Zähne zeigend. Dementsprechend Abschlussmöglichkeiten auf beiden Seiten.
Als klar war, dass dann irgendwann der erste Fehler einer Mannschaft das Spiel bei dem Wetter mehr als vorentscheiden würde, gelang es unserer Verteidigung einen Ball nicht zu klären. Die Heimtruppe kam zum Abschluss. Auch gut gemacht. Führung Ahaus (72.) Der Stürmer noch fit? Ist es Ed von Schleck?
Jetzt natürlich eine Magnum-Aufgabe für unsere Truppe. Der Versuch da das Ergebnis zu drehen. Das Spiel zu machen. Busy sein. Jetzt business machen. „Denn es war Sommer.“ Auch Peter Maffay drückte schwitzend beide Daumen.
Ahaus mit weniger Schweißtropfen auf der Pläte. Und auf der Platte. Eine unglückliche Verteidigungsaktion unsere Mannschaft sah der unparteiische Schiedsrichter so als unglücklich an, dass er zum zweiten Mal im Spiel auf den Elfmeterpunkt zeigte.
Hier zeigte der Eintracht-Schütze keine Nerven und semmelte die Kartoffel ins Olfener Netz (84.). Die Entscheidung bei dem Wetter. Das Tor zum Sieg.
Eine aufopferungsvolle Leistung unserer Mannschaft.
Zum letzten Spiel der Saison kommt nun die Zweite Mannschaft der Spielgemeinschaft Coesfeld in unser Territorium. Letztes Spiel. The Last Dance für manche Akteure.
