Fussball: Verabschiedungsmarathon bei unserer Ersten Mannschaft – Neun Akteure scheiden aus dem Kader aus

Letztes Spiel der Saison, zugleich Verabschiedungsmarathon. Hier kümmerten sich die Vorstände Christian Brüse und Dominik Slomka um das Prozedere. Keine lange Reden. Langjährige Akteure der Ersten Mannschaft, welche mit Ende dieser Spielzeit aus dem Kader ausscheiden sollen ihren Lorbeerkranz bekommen. Die Lorbeeren der Cäsaren.
Bleibt zu beobachten, dass alle verabschiedeten Spieler ursprünglich aus unserer Jugenabteilung kommen und viele tausend Jahre für unseren Verein aktiv waren. Wenige wollten sich bei einem fremden Verein ausprobieren, kamen dann aber zurück nach Hause. In heutiger Zeit fast außergewöhnlich.
Somit wechselt auch dieses Jahr keiner Spieler den Verein. Vielmehr gibt es Karriereenden (diesmal endgültig?), Übergänge zu den Alten Herren und Kaderwechsel zu unserer Zweiten Mannschaft. Grün und Weiß – Ein Leben lang!
Marvin Böttcher, gefühlt Spieler der ersten Stunde, 1927, ewig dabei, Milliarden Spiele für unsere Erste, Aufstieg mit der Zweiten. Pokalsieger und dreimaliger Meister mit der Ersten. 1,5 Verletzungen in der Zeit und einen Ehrgeiz, einen Ehrgeiz, wirklich jede Partie, jede Trainingseinheit gewinnen zu wollen, bis zuletzt. Legendäre Legende. Wird beim 200-jährigen SuS-Jubiläum noch gefeiert. Kommt aus einer absoluten SuS-Familie. Die Brüder Dennis und Moritz hielten ebenfalls die Knochen für unsere Farben hin. Die Oma Edeltraud kümmerte sich viele Jahre um den Verkauf / das Catering am Sportplatz und ebenfalls um die Wäsche der Trikots, Letzteres wurde nun von Mutter Anja übernommen. Auch Opa Günther immer großer Fan. Weiter geht’s für ihn in den Alten Herren.
Till Matthias Hube. Mehr als 21 Jahre für unseren SuS. Ein Leben lang Identifikation und Machen. In den Senioren viele Jahre als Kapitän und Führungsspieler sowieso. Vorweggehen. Neben dem Platz Organisator für Alles. Ausrüstung. Trikotagen. Mannschaftsfahrten. Malle Olé. Sein Meisterstück gelang ihm im vergangenen Sommer, als er den Umbau der Kabinen plante und vorantrieb. Neben seiner Spielerkarriere übernimmt er schon Aufgaben im Vorstand. Der hochgewachsene Hube wird seine Spielerlaufbahn aber noch nicht komplett an den Nagel hängen. Vielmehr zockt er noch weiter in der Zweiten Mannschaft. Thanx bis dahin.
Hat der Mann auch mal schlechte Laune??? Diese ist Niels Kleischmann nie nachgewiesen worden. Auch wenn es mal nicht lief. Immer stimmungsaufhellend und der Mannschaft zuträglich. Bis auf ein kurzes selbstgewähltes Interruptus immer beim Spiel und Sport vorweg. Der Feinfuß gilt als der Mann der Standardsituationen. Egal ob Ecken, Freistöße oder Elfmeter. Gefährlich und erfolgreich. Tore erzielend. Juninho, Roberto Carlos? Eine Ära prägend. Seine Ära im SuS. Prägend auch als Person. Auch er bleibt dem Verein treu und wird die Zweite Mannschaft und unsere Alten Herren unterstützen. Kleischi Go!
Mit 34 Jahren kann auch mal Schluss sein. Muss aber nicht. Die Fitness ist noch da. Dustin Brüggemann, Sohn eines der Größten der großen Legenden dieses Vereins. Daher seit Kindheit auf diesen Klub fixiert. Immer Olfen, Jugend, dann Erste Mannschaft. Zunächst im Mittelfeld zu finden, dann dominante Figur auf der Linksverteidigerposition. Ligaweit kaum ein besserer. Hier prägten aber auch die Worte „Hier“ und „Aber“ seine Karriere. Hier eine absulute SuS-Legende. Danke Dustin. Einer der wichtigsten Spieler der letzten Dekade.
Dem Flummi, dem Wuseler, dem Zweikampfmonster wurde ebenfalls appplaudiert. Andre Zolda, früher mal Richtung Regierungsbezirk Ansberg verabschiedet, kehrte vor drei Jahren zum SuS zurück. Diese Saison, das war klar, noch als Stand-by-Spieler in Bereitschaft. Ein letzter Flik-Flack. Das Timing beim Kopfballspiel für kommende Generationen als zwingendes Vorbild. Merci.
Nicht nur der Airbus hat ne Düse, auch Daniel Czempik. Im Sprint nach vorne konnte ihn selten jemand halten. Selten. Auch sein Leben lang beim SuS konnte er in der A-Jugend zunächst den Pokaltitel feiern, als er dann zu den Senioren berufen wurde. Noch als Offensive-Winger erzielte er sein erstes Herren-Tor. Auf der rechten Verteidigungsseite machte ihm auch dank seiner Miep-Miep-Geschwindigkeit selten jemand etwas vor. Gab er schon vor einem Jahr sein Karriereende bekannt, wurde er dann auf der Mannschaftfahrt nochmal für diese Saison verpflichtet. Dzi?ki.
Moritz Heinze, Linksfußtalent, muss sich seine Meriten noch weiter verdienen. Aufgrund seines Studiums an der SpoHo Köln will er kürzertreten und unterstützt nun die Zweite Mannschaft. Dennoch fit wie ein Turnschuh. Wir sehen uns wieder! Familäre Tradition. Andere Familienmitglieder sind schon Legenden. 5.
Auch Pascal Zöller ist ein ewiger SuSler. Ewig Olfen. Ewig Tormann. Nicht nur zu Jugendzeiten, auch zu SuS-Bezirksligazeiten stand Pascal seinen Mann. Zuletzt im Wechsel mit den anderen Torwärtern, konnte er aufgrund einer langwierigen Verletzung in dieser Saison kaum seine Akzente setzten. In Zukunft wird er sich der passionierte Tennis-Crack auf seine Wimbledon-Karriere konzentrieren. Ein guter Mensch. Danke für alles. Gut Schlag.
Kreuzbandriss. Der Albraum eines Fussballers. Diesen Albtraum musste Patrick „Krätze” Eingel im Januar 2025 im Testspiel in Waltop schon zum zweiten Mal hinnehmen. Aufbau. Training. Hoffnung. Überlegungen. Patrick, der bekannt ist durch seine mit seinem Namen zertifizierten Patrick-Eingel-Gedächtnis-Soli durch die gegnerische Hälfte, vorbei an Freund und Feind, immer gefährlich. Von den Gegnern gefürchtet, wenn er nach innen zog. Häufig nur ein Foulspiel zu stoppen. Ihm gebührt alle Ehre.
Der Dank am Ende der Saison gilt auch allen Unterstützern, sei es Zuschauer, Fans, Akteuer, Ehrenamtlicher, Kassierer, Ordner oder Vorstand. Ein Verein. Ein SuS.
Wir sind Olfen – Wir sind der SuS!
















