Fussball: Knapper Sieg, verdienter Sieg. Gute Leistung.

GW Hausdülmen – Erste Mannschaft 1:2
Unsere Erste Mannschaft zu Gast in Hausdülmen. Immer ein ereignisreiches Spiel. Immer ein schwieriges Spiel. Man denke an Knochenbrüche und Rote Karten. Und wenig Siege. Wenig Punkte für unseren Spiel und Sport.
Natürlich soll es bei der diessaisonlichen Auflage besser werden. Nachdem unsere Mannen im erster Spiel der neuen Saison gegen die DJK Rödder drei Punkte einfahren konnten, sollte sich dieser Erfolg natürlich auch im folgenden Spiel wiederholen. Allerdings, wie erwähnt, ein unbequemes Spiel, ein schweres Spiel an der Teichsmühle. Ein schwieriges Flaster. Das Heimteam mit guter Vorbereitung auf die Meisterschaftsrunde und einem Statementsieg im Kreispokal gegen den Bezirksligaabsteiger ASC Schöppingen.
SuS-Trainer Marco Jedlicka in der Ansprache vor dem Spiel zwar auf diese Tatsachen hinweisend, aber auch die eigenen Stärken in den Vordergrund stellend. We will rock you.
Unsere Truppe von Beginn an mit viel Ballbesitz. Gutem Ballbesitz. Die Pille laufend lassend. Das Heimteam laufen lassend. Manchmal auch ohne Raumgewinn, hinten rum. Kugel durch die Abwehr schiebend. Lange Ballbesitzphasen. Spielaufbau. Auch erste Torabschlussmöglichkeiten erspielend. Ein erster Ball hinter der Hausdülmener Torlinie wurde vom Unparteiischen aufgrund einer vermeintlichen Abseitsposition nicht als Tor anerkannt (7.). Schade Burgi!
Auch die Heim-Elf einmal gefährlich. Angriff. Abschluss. Außenpfosten.
Aber unsere Mannschaft weiter spielbestimmend, am Drücker. Gutes Mittelfeldpressing. Erzwungener Fehlpass. Ball erkämpft. Schnell weitergeleitet auf Linksaußen Henry Burbaum. Indytialzündung. Dieser spielte seine Schnelligkeit aus, ließ seinem Gegenspieler und dem Tormann keine Chance den Ball zu klären. Tor Burbaum. Tor Olfen. Tor SuS (11.). Schön indy Maschen gelegt. Die angereisten Zuseher aus Olfen sehr zufrieden. Grölen. Toralarm statt Regenalarm.
Die grün-weißen aus Olfen weiter am Schalthebel. Nico Mecklenburg mit kräftigem Abschluss. Fabian Konitzni über den Querbalken. Deutlich. Dann fast Traumtor. Fast. Malte Powierski von der Mittellinie. Knapp aufs Netz. Dafür wurde das Wort „raunen“ erfunden. Beifall vom Anhang. Applaus.
Außer des Pfostentreffers meinte Coach Jedlicka gegenüber den Ruhr Nachrichten: „Ich kann mich nicht daran erinnern, dass die in der ersten Halbzeit groß eine Torchance hatten“ Genau so war es. Also mit knapper Führung indy Halbzeit. Indy Pause. Indy Teambesprechung.
Neuanpfiff. Hausdülmen nun mit Wut aus der Kabine. Vorne anlaufend. Versuchtes Pressing. Aber unsere Defensivreihe mit Julian Wilhelm, Jens Wennemann, Fabian Konitzni und Erik Pötter stand souverän. Kapitän Kevin Schäper und Nico Mecklenburg davor. 6.
Als dann nach einer Standardsituation für das Heimteam das Leder nicht abschließend geklärt werden konnte, wurde beim Löschungsversuch unglücklich der Gegenspieler getroffen, folgenreich, da im Folgenden vom Mann in Schwarz auf Strafstoss entschieden wurde. Nach Ausführung der Ausgleich in der Partie (54.).
Kurz danach Wechsel bei unserem Team. Max Müller für den Torschützen Burbaum, Felix Scholz auf den Platz für Henrik Hans (63.).
Schon kurz danach Storck-RIESEN-Torerzielungsaktivität SuS. Scholz freigespielt im GWHD-Sechzehnmeterraum. Quer gelegt auf Powierski. Abschluss. Abschluss ans Gebälk. Torlatte. Zero Goal (65.).
In einem alten Kinderlied heißt es: Es klappert die Teichs-Mühle am rauschenden Bach, klipp-klapp. Bei Tag und bei Nacht ist der Müller stets wach, klipp-klapp.
So auch beim Eckball in der 66. Minute. Wach. Klipp-klapp. Kopfball-Kracher vom eingewechselten Max Müller. Sogar mit dem Hinterkopf, also grandioser Weise mit Blick auf Jan Stember, dem Olfener Goalie. Haaransatzlos. Both. Top Goal fanden auch die Fans. Fäusterecken an allen Ecken.
Nun die Gastgeber unter Druck. Das Spielgeschehen übernehmen müssend. Wollten sie noch etwas reißen. Aber unsere Mannschaft gefestigt dagegen. In der Abwehr gut, auch weil die Offensivkräfte hier mitarbeiteten...und im Sturm immer gefährlich blieben.
Immer gefährlich. Powi Powierski frei vorm GW-Keeper mit einem Lupfer knapp neben den Pfosten. Dann hätte der Held der letzten Woche auch Held dieser Woche werden können: Nach Konter über Müller, welcher den Ball im GW-Strafraum zu Scholz querpasste, konnte dieser das runde Objekt nicht in einen Treffer verwandeln. Kurze Zeit später leiteten Powierski und Pötter einen Angriff über die linke Seite so ein, so dass Scholz ebenfalls zu einer guten Abschlussmöglichkeit kam. Wieder nix.
Da unser Spiel und Sport seine Torchancen nicht nutzte, blieben die Gastgeber im Spiel. Hatten noch die Möglichkeit auf Punkte.
Besonders, nachdem der Schiedsrichter nach einem vermeitlichen Foulspiel an der Außenlinie überzogen eine gelb-rote Karte gegen einen SuS-Akteur zückte. Olfen nun in Unterzahl. Mit einem Spieler weniger auf dem Parkett. Und noch vier Minuten plus die Nachspielzeit zu bestreiten.
Hausdülmen warf nun nochmal alles in die Waagschale, alles noch vorne. Versuchter Sturmlauf in Überzahl. Aber unsere Defensive auf dem Posten. Alles wegverteidigt. Alles geklärt. Notfalls auch per Befreiungsschlag. Mit maximalem Einsatz. Gut so. Gut für das Ergebnis. Gut für die drei Punkte.
Alle Zeit überstanden. Den Sieg ins Ziel gebracht. Dementsprechend euphorischer Jubel bei unseren Spielern, Offiziellen und dem Anhang, den Fans, den Supportern. Dabei auch Freude über den insgesamt gelungenen Saisonstart. Sechs Punkte nach zwei Spielen.
Zufrieden war dementsprechend auch SuS-Coach Marco Jedlicka: „Unterm Strich ein völlig verdienter Sieg, auch wenn er sich sehr knapp anhört.“ Weiter: „Die Jungs haben das wirklich heute richtig fussballerisch gut gelöst. Heute haben wir in vielen Dingen umgesetzt, was wir uns in der Vorbereitung erarbeitet haben. Abgeklärt, ruhig gespielt und auch eine gute Schärfe drin“
Allerdings trat er auch ein wenig auf die Euphoriebremse: „Klar ist es besser mit sechs Punkten zu starten, als wenn man der Musik hinterherläuft“, aber „wir müssen jeden Sonntag wieder neu arbeiten“. Neu da sein. Neu die Einstellung finden. Neu das Spiel für unseren Verein zu entscheiden.
Am kommenden Sonntag nun die TSG Dülmen II zu Gast. Anstoss ist um 15:30 Uhr. Aber den ganzen Tag gibt es schon Aktionen und Gadgets. Schließlich ist der offizielle Saisonauftakt der SuS-Olfen Fussballabteilung. Diesmal inklusive eines Fototermins. Schließlich soll zum 100-jährige Jubiläum ein Sticker-Album entstehen
Randerzählung, by the way, true deal: Die Geschichte des Spiels GW Hausdülmen gegen SuS Olfen ist eine Geschichte voller Ballverluste. Nein, nicht während des Spiels, während der Begegnung, nein, schon vorher, beim Warmmachen als Auswärtsteam. Der Ballfangzaun nicht in Ballfangzaunhöhe, nicht zum Bälle fangen. Olfener Schwäche beim Torabschluss in der Spielaufwärmung. So geraten immer wieder Torschüsse, welche mit einer großen Streuung das Tor verfehlen in den reißenden Fluss in unmittelbarer Nähe, genannt „Heubach“. Versuche, die Verluste mit einem Kescher zu minimieren, gelingen in den wenigsten Fällen, meistens von der Flut schon flussabwärts getragen, der Nordsee entgegen. Leider befinden sich deshalb auf dem Rückweg weniger Bälle im Ballsack als auf dem Hinweg. Ballsack, ist das nicht ein bedeutender französischer Dichter? Honoré de Ballsack.? La Comédie humaine. Mit dem poetischen Tip: Jouez à plat, gagnez haut. Naja, so müssen die Balzac-Beauftragten weniger zählen, wenn sie die Bälle in das Ballfach einräumen.
Die Geschichten, in denen u.a. Jens Wennemann und Pascal Zöller durch die hausdülmerner Flora und Fauna stiefeln, mit der indygenen Bevölkerung kommunizieren, um unsere Bälle zu retten, ist in den vergangenen Spielberichten bereits ausführlich erzählt worden:
