Fussball: Ein Spiel mit Köpfchen - Auswärtssieg in Rödder für unsere Erste Mannschaft

DJK Rödder – Erste Mannschaft 1:3
Nachdem im letzten Spiel im Steversouthpark gegen GW Hausdülmen nur ein 1zu1-Unentschieden erreicht wurde, ging die 3-Punkte-Jagd weiter:
Unsere Mannschaft schon unter der Woche, am Donnerstag, im Einsatz. Das Team reist nach Dülmen. Nach Rödder. Besuch bei der örtlichen DJK. Richtung Ende der Saison, aber kein Staffelfinale. Kein Feiertagsspezial. Dennoch Flutlich-Furor. Spot an!
In der Vergangenheit nicht immer eine gelungene Begegnung für Spiel und Sport Olfen. Die letzten Punkte sind schon etwas her. Rödder kein Casa Bonita für unseren SuS, sondern eher wie die Zahnfee. Noch schön grüßend, aber das Gold, die drei Punkte, im Sack. Unangenehm für Olfen. Spiele wie der große Galileo-Wasserrutschentest. Herausfordernd und mit knappen Ergebnis.
Beide Teams vor der Saison wohl mit höherer Erwartung zur höheren Platzierung in der Tabelle, aber der Status quo zeigt eine Begegnung im unteren Drittel der Rangliste auf. Das kann auch kein 386er-PC prinzipiell nicht schön rechnen. Da beide Truppen diese Tabellenregionen verlassen wollen, wäre ein Sieg von Vorteil. Siegertypen werden gesucht.
„Hallo! Hier!“ riefen die SuSler direkt nach dem Anpfiff des Unparteiischen. Hallo, hier sollte was passieren. Keine tote Hose, sondern Volldampf.
So agierte unsere Mannschaft von Beginn an höchst offensiv und erspielte sich schon kurz nach Spielbeginn Tormöglichkeiten. Auch gute. Auch sehr gute.
„In den ersten 15 Minuten müssen wir eigentlich zwei- oder dreimal treffen,“ meinte SuS-Trainer Marco Jedlicka in den Ruhr Nachrichten über den Spielauftakt seiner Mannschaft.
Aber weder Niklas Mählmann, Nico Mecklenburg, oder Niels Kleischmann konnten ihre Abschlüsse im Tor der Heimmannschaft unterbringen. Auch Nico Marin scheiterte bei seinem Versuch. - Aber was klar erwähnt werden muss: Sämtliche Chancen wurden auch gut, auch sehr gut herausgespielt. Die Pille war flott in den SuS-Reihen unterwegs.
Im Spielaufbau war Kevin nicht allein zu Haus, denn wir haben ja zwei Ausgaben. Bluscke und Schäper organisierten die Defensive. Chewbacca-Verteidigung. Die AVs Dustin Brüggemann und Fabian Konietzni immer aktiv mit eingebunden.
In der Zentrale harmonierten Nico Mecklenburg, Mathis Scheele und Niels Kleischmann perfekt miteinander und setzten durch ihre teils tollen Pässe die offensiven Außenläufern Leon Breuer auf Links und Nico Marin auf Rechts ins Spiel mit ein.
Wie eine zermatschte Tomate schauten dann alle Olfener, als der Spielleiter auf den Elfmeterpunkt im Olfener Sechzehnmeterraum zeigte. So´ne Jersey-Ding-Entscheidung. Leider, nach verwandeltem Strafstoss, 1zu0 für die DJK (19.)
Aber an diesem Tage kein Problem für unsere Mannen. Spontane Selbstentzündung des Teams. Jetzt erst Recht. Umwerfend und mutig weiter auf dem Gaspedal. Jetzt wird’s ernte. Keine Angst. Gradlienig voraus. Nicht wie ein nasses Handtuch.
Breuer und Brüggemann im Zusammenspiel mit Niklas Mählmann auf der linken SuS-Offensivseite. Dieser mit tollem Move und Spielverlagerung auf die rechte Seite. Dort streichelt Konni Konitzni das runde Leder. Feingefühl. Läuft. Dann Flanke ins Zentrum. Wer ist da? Wer geht hoch? Da keiner sagte:“Nico, las mal“, stieg SuS-Athlet Mecklenburg am Air-Jordan-Höchsten. Kopfball. Treffer. Tor. 1zu1 (30.) Otto Lilienthal läßt einen Gruß da.
Auch jetzt wollte Spiel und Sport Olfen mehr. Den Opponent in die eigene Hälfte gedrängt. Dieses wurde schon in der 39. Minute belohnt. Super Fun Time für Mecklenburg, der wiederum nach einer Flanke, diesmal von Niels Kleischmann, mit dem Kopf zur Stelle war und so die Führung für unsere Mannschaft erzielte. G.e.i.l.o.m.a.t. Ob er eine eigene Fluggesellschaft gründen will, hat er nach dem Spiel offen gelassen. Die aktuellen Kerosienpreise...
Lobend äußerte sich Jedlicka in der GOAT-Debatte: „Zwei Kopfballtore hat er in seiner Laufbahn noch nicht gemacht, glaube ich. Das war schon stark.“ Michael Jordan hat bekanntlich in seiner Karriere keinen Kopfballtreffer gelandet...und LeBron nur einen. 2zu0. MacPomm dazu: „Ich kann mich nicht erinnern, vorher schon einmal zwei Kopfballtore gemacht zu haben. Auch ein Kopfballtor ist schon länger her.“ Weiter auf der Pressekonferenz: Ich bin froh, dass es zweimal geklappt hat. Wie die Tore gefallen sind, ist eigentlich egal. Es macht keinen großen Unterschied, ob es mit dem Kopf oder mit dem Fuß war.“
Pause. Tee. Ruhe. Kein Spring Break. Kein Rieseneinlauf, denn das Trainerteam Marco Jedlicka und Michael Krajczy bislang zufrieden. Kein Gefühl, sondern Analyse, sondern Plan. Wie bringt man das Spiel nach Hause. Manch einer aß noch seine Stulle oder trank seinen Energy Drink. Locker weg.
Weiter im zweiten Durchgang. Ja, der SuS will. Will wohl. Merkte man. Auch in der 50. Minute: Nach klugem Pass auf Nico Marin drang dieser in den rödderaner Strafraum ein und wurde bei seinem Abschluss durch ein Foulspiel seines Gegenspielers behindert. Strafstoss Olfen. Elfmeter SuS.
In diesem Fall eine klare Sache für Standardspezialist Kleischmann. Ball hinlegen. Gucken. Dann Schuss! Dann Torwart verladen, Ohne viel Kraft und Masse. Ohne viel Kurix. Natürliches Netzwackeln (50.). 1zu3.
Jubel, Trubel, Heiterkeit bei der Mannschaft und den mitgereisten Fans. Nicht keine Verbindung, sondern große eine Verbindung, großes Zusammenhalten bei den Zusehern, die es mit Olfen halten. Olfen and the Pals.
Auch mit der Zwei-Tore-Führung im Rücken wollte unser Team mehr. Weiter so. Das Spiel bestimmend. Rödder nicht stark machen.
Ab der 70.Minute riskierten die Gastgeber mehr, aber ohne sich wirkliche Tormöglichkeiten zu erspielen. Olfens Defensive stabil. Tormann Stember musste kaum eingreifen.
Andersherum waren dadurch auch die Räume für unser Offensivspiel geöffnet. Konterchancen da. Auch gute Aktionen. Leider führten u.a. Mählmann und der eingewechselte Czempik den Angriff mit einer Torerzielung nicht zum Ende. Den Sack nicht komplett zumachend.
Hätte der überagende Scheele sein Solo nicht mit einem Pass auf den Mitspieler beendet, sondern selbst abgeschlossen...vielleicht wäre das Spiel dann durch gewesen.
Naja, nach der 5minütigen Nachspielzeit Pfiff der Schiedsrichter die Partie ab. Ein verdienter 3-Punkte-Erfolg für unser Team. Da stimmten auch die fairen, bemühten, natürlich enttäuschten Gastgeber zu. Es konnte nur einen Sieger geben: Keine Snob-Warnung, absolut verdient. SuS Olfen.
„Wir haben sehr viel investiert, sind viel gelaufen und haben das insgesamt richtig gut verteidigt,“ lobte SuS-Coach Marco Jedlicka seine Mannschaft. Weiter: „Die Jungs haben sich heute endlich für ihren Aufwand belohnt und ihre Chancen genutzt.“ Ein zufriedener Trainer, der sah, dass seine Mannschaft eine integere, farmose Leistung abrief.
POTM Mecklenburg meinte zum Sieg versus Rödder: „Die Erleichterung war auf jeden Fall spürbar. Es wurde mal wieder Zeit. Es war schön, mal wieder zu gewinnen – und auch wichtig für den Kopf.“ Weiter führte er aus: „Wir haben den Anspruch, jedes Spiel zu gewinnen und wollen die Saison nicht abschenken. Die Luft ist noch nicht komplett raus.“ Deswegen:
Am nächtsten Spieltag, 26.04.26, gibt sich die Zweitvertretung der SV Gescher die Ehre im Steversportpark. Anstoss zu Hause wie gehabt um 15:30 Uhr.
