Leichtathletik: Mika Grau ist Westfalenmeister
Die FLVW II Meisterschaften in Dortmund endeten mit einem großen Knall für den SuS Olfen. Mit Mika Grau und Yannick Walde hatte der SuS Olfen über die 400 Meter der MU20 zwei heiße Eisen im Feuer.
So wie es sich im Training angekündigt hatte, liefen beide auf Augenhöhe gegeneinander und miteinander. Nach der Vorgabe ihres Trainers Rik Amann setzten sich beide gleich zu Beginn des Rennens an die Spitze. Yannick Walde setzte sich nach der ersten Runde sogar ein klein bisschen ab, konnte seine Konkurrenz aber nie so ganz abhängen. Auf der Zielgeraden zeigten die beiden SuSler, dass es ihnen nicht an Kampfgeist fehlt. In einem Wimpernschlagfinale konnte Mika Grau seinen Trainingspartner noch um die Winzigkeit von 14 hundertstel Sekunden überholen. Nachdem das Ergebnis auf der Anzeigentafel erschien, war der Jubel groß. Mika Grau wurde erstmals in einer Einzeldisziplin Westfalenmeister. In 54,70 Sekunden sicherte er sich den Titel. Yannick Walde konnte sich nach 54,84 Sekunden ebenso über die Vizemeisterschaft freuen.
„Das beide ungefähr gleich schnell sind, wussten wir aus dem Training. So eng hätte ich es aber auch nicht erwartet“, staunte ihr Trainer Rik Amann nach dem Doppelerfolg. „Sie haben die Zielvorgabe mutig zu laufen heute perfekt umgesetzt. Platz 1 und 2 bei den Westfalenmeisterschaften. Das ist toll, da können beide sehr stolz auf sich sein“, freute sich der Sprinttrainer.
Das sich der SuS Olfen mittlerweile zu einer kleinen Langsprinthochburg entwickelt, zeigten auch Samuel Traut, Elina Dunke und Jula Ehnis. Über die 400 Meter der MU18 konnte Samuel seine Bestleistung um knapp 1,5 Sekunden verbessern. In einem schnell angelaufenen Finale musste er lediglich zwei Konkurrenten ziehen lassen und konnte sich am Ende über den dritten Platz freuen. Elina Dunke kam in der Frauenkonkurrenz mit 63,75 Sekunden auf den vierten Platz. Das Podest verpasste sie bei ihrem zweiten Lauf unter 64 Sekunden lediglich um eine halbe Sekunde. Zudem konnte sie ihre vier Jahre alte Hallenbestzeit um fast eine Sekunde verbessern. Jula Ehnis lief bei diesen Westfalenmeisterschaften den zweiten 400-Meter-Lauf ihrer Karriere. In einem engen und physischen Lauf verpasste sie trotz einiger Rhythmuswechsel ihre Bestleistung nur knapp. Mit 66,71 Sekunden kam sie in der WU18 auf Platz 10.
„Mit 5 Startern über 400m sieht man, dass wir im Langsprint immer stärker werden. Alle sind heute super gelaufen. Dass wir dann noch die Plätze 1 bis 4 und 10 machen, zeigt, dass sich das harte Training lohnt“, so der Olfener Sprinttrainer.
Einziger Wermutstropfen für den SuS Olfen war der Start von Elena Pohlmann über 60-Meter-Hürden der Altersklasse W15. Nach viel Unruhe am Start und einem abgebrochenen Startversuch war Elena zu früh aus dem Startblock. Fehlstart und Disqualifikation. Damit musste die junge SuSlerin früh ihre Sachen packen, hatte sie doch eine Finalqualifikation über die Hürden fest eingeplant. „Ein Fehlstart ist immer bitter, gerade wenn er bei einer Meisterschaft passiert. Aber daraus müssen wir lernen und im Sommer werden wir wieder da sein“ zeigte sich ihr Trainer Rik Amann optimistisch für den Sommer.
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